Der gebildete Mensch besitzt ein starkes Selbstwertgefühl und bezieht es nicht aus dem Vergleich mit anderen, weil er in sich ruht; er nimmt sich daher nicht so wichtig, er hat Distanz zu sich, er kann sich frei anderen Menschen zuwenden und akzeptiert sie, weil er sich akzeptiert; er spricht eine klare Sprache; er richtet sich in seinem Leben nach Werten, die er begründen kann, und steht für sie ein; er richtet nicht über andere, weil er sich nicht über andere erhebt; er kann genießen, weil er ein Freund der Sinne und des Maßes ist. Er ist ein glücklicher Mensch.
aus: Bueb, Bernhard, Was unterscheidet weltliche Bildung von christlicher Bildung?, in: Ordensnachrichten 2012/3, S. 6