Wer ist ein gebildeter Mensch?

Zitat

Der gebildete Mensch besitzt ein starkes Selbstwertgefühl und bezieht es nicht aus dem Vergleich mit anderen, weil er in sich ruht; er nimmt sich daher nicht so wichtig, er hat Distanz zu sich, er kann sich frei anderen Menschen zuwenden und akzeptiert sie, weil er sich akzeptiert; er spricht eine klare Sprache; er richtet sich in seinem Leben nach Werten, die er begründen kann, und steht für sie ein; er richtet nicht über andere, weil er sich nicht über andere erhebt; er kann genießen, weil er ein Freund der Sinne und des Maßes ist. Er ist ein glücklicher Mensch.

 

aus: Bueb, Bernhard, Was unterscheidet weltliche Bildung von christlicher Bildung?, in: Ordensnachrichten 2012/3, S. 6

Cursillo: Angebote im Web2.0

Ehrenamtlich bin ich bei der Cursillo-Bewegung in der Diözese Linz engagiert. Dabei sehe ich eine meiner Aufgaben darin, die Präsenz von “Cursillo” in Social Media zu verstärken. Entstanden sind bisher folgende Projekte, auf die ich gerne hinweisen möchte:

Jugendcursillo @ Web 2.0:
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Beitrag auf kirche20.at über unser Engagement im Sozialen Web 

Cursillo Diözese Linz @ Web 2.0:
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Lust auf Cursillo?
Weitere Infos zum “kleinen Glaubenskurs” Cursillo, seinen Inhalten und zu Terminen finden sich auf der diözesanen und der österreichweiten Website.

Kirche und Schule

“…Bildung entsteht in einer lebendigen Begegnung, an der Lehrer oder Lehrerin sprechend und hörend, erkennend und korrigierend, kritisch und selbstkritisch beteiligt sind. Die Kirche begibt sich in diesen Vorgang zu ihrem eigenen Vorteil mit hinein, wenn sie Schule macht…

…Kirche als Schulträger wird also durch die Schüler notwendig zu einem Gespräch über Sinnzusammenhänge herausgefordert, das sie vor der Versuchung eines bloß spezialisierten, sektoralen Selbstverständnisses schützt…”

 

aus: Klaus Mertes SJ, Kirchliche Schulen – warum?, in: Stimmen der Zeit, Heft 6/2009, Verlag Herder Freiburg

Vertrauen und Annehmen. Wenn’s nicht oft sooo schwer wär…

In den letzten Tagen bin ich wieder einmal mit einem guten Freund bei einem Flascherl Wein zusammen gesessen und wir haben über Gott und die Welt geredet. Mehr über Gott, wenn ich ehrlich bin – aber diese Art von Gespräch ergibt sich meistens, wenn wir zwei zusammen sitzen. Und immer wieder geben mir solche Gespräche Impulse für mein eigenes Leben.

Ich bin jemand, der an einen Gott glaubt, der uns begleitet, der uns nahe ist, und uns unbedingt annimmt. Diese Gewissheit gibt meinem Leben eine unglaubliche Sicherheit, doch ich bin einfach der Überzeugung, dass dieses Nahe sein nicht bedeutet, dass unser eigenes Tun zweitrangig ist, sondern dass es im Gegenteil eine unglaubliche Verantwortung bedeutet, in der Nachfolge Jesu leben zu wollen. Wir müssen die Schritte in unserem Leben selbst gehen. Gott geht mit, aber er gibt nicht vor. Kein Kismet, kein Schicksal oder Ähnliches.

So weit – so gut. Dachte ich. Doch dann gibt es Momente in unserem Leben – und ich denke, jede/r von euch kennt sie – in denen wir nicht mehr weiter wissen, in denen Konflikte oder Schicksalsschläge unser eigenes Gehen verlangsamen oder sogar unmöglich machen. Solche Konfliktsituationen ereigneten sich bei mir in der jüngsten Vergangenheit, und ließen mich zu meinem Gott sagen: Schön, dass du da bist. Aber ich will jetzt nicht selbst gehen.

Der gute Freund, der selbst mit Lebenssituationen zu kämpfen hat, die alles andere als leicht sind, sprüht nur so vor Gottvertrauen. „ER wird wissen, warum!“ oder „Ich nehme das aus SEINER Hand an.“

Das brachte mich zum Nachdenken. Vielleicht fehlt mir des öfteren dieses Vertrauen, dieses unbedingte Annehmen meines Lebens. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Gott mir den Weg in den Krisen oder die Krisen selbst vorgibt, dass alles schon geplant ist. Das bedeutet aber jedenfalls, dass ich das nicht kann, was mein Gott schon lange getan hat: Mich in Freud und Leid so annehmen zu können, wie ich bin. Das bedeutet eben auch, dass ich die Situationen meines Lebens als solche anzunehmen lerne, weil ich dann auch das annehmen kann, was Gott mir immer anbietet: Sein ICH BIN DA.

Entweltlichung?

Zitat

… Erlösung meint die ganz Schöpfung. Die Offenbarungsgeschichte ist nicht fortschreitende Entweltlichung gewesen, sondern immer umfassendere Inkarnation, immer tiefere Durchdringung der Welt mit dem Geist Gottes. Gott ist dem Menschen in wohltuender Weise auf den Leib gerückt.

Gerhard Lohfink, Jesus von Nazareth, was er wollte, wer er war, Herder 2011

Begeisterung und Innerlichkeit – ein Widerspruch? Ein Kirchenmusikblog.

Neulich hörte ich in einer Pfingstpredigt – sinngemäß:

Die Begeisterung, die – vor allem im freikirchlichen Bereich – ihre Artikulation im Jubel, im Klatschen, in der Extase findet, das ist alles nicht echt. Das ist alles nicht wirklich pfingstlich. Englische, begeisterte Lobpreislieder sollten, so sie gebraucht werden, durch meditative Musik ersetzt werden.

Leider hörte ich genau zu – und die Botschaft zwischen den Zeilen, die sich wohl auf die musikalische Gestaltung einer Firmung bezog, an der ich mitwirken durfte, traf mich sehr.

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Gebet

Zitat

In den Fürbitten der Messen gedenkt man heute der Not so vieler. Wenn jeder, der so betet, auch nur einem hilft, wäre unzähligen geholfen. Das Gebet ist nur ehrlich, wenn der Beter auch bereit ist, etwas zu tun. Am Ende unseres Lebens wird Gott uns nicht nach der Länge der Gebete richten, sondern danach, was wir dem Nächsten getan haben.

Weihbischof Helmut Krätzl, in: Die Furche, 12.10.1989

Verweile, Augenblick! “Heimweh” nach Jugendcursillo?

Am Beginn der Karwoche fand der Jugendcursillo – ein kleiner Glaubenskurs für Jugendliche – im Stift Schlägl statt. Ich hatte die Ehre, Teil eines grandiosen MitarbeiterInnen – Teams zu sein, das für das Programm verantwortlich zeichnete. Die wesentlichen Inhalte: ich selbst, meine Beziehungen, Gott.

Das Wichtigste bei der Cursillo – Erfahrung neben den Inhalten ist aber, dass durch das intensive Kennenlernen untereinander, duch die bedingungslose Annahme der / des Anderen Räume für Gemeinschafts- und Gotteserfahrungen eröffnet werden. Als Mitarbeiter, dessen Alter nicht mehr ganz so jugendlich ist, durfte ich mich in dieser Gemeinschaft auch sehr geborgen fühlen. Ich war überwältigt von der Offenheit, der Gottverbundenheit und der Herzlichkeit der TeilnehmerInnen, des Teams und des Küchenteams. Und ich selbst durfte einmal mehr die Erfahrung machen, dass die Worte Jesu: “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen” – spürbar zutreffen. Auch und vor allem im gemeinsamen Lachen.

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